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Endlich

"Lights on" ohne "Lights out"

Sie sind über Los gegangen: die Ausnahmekreativen Vian Berzenjie und Christian Feldhusen. Mit ihrer Agentur ELEVENSEVEN visuelle Kommunikation und Design rollen die Designer seit Januar 2007 den Werbemarkt von Berlin aus auf. Mit Arbeiten für Bridgestone, Sony oder Künstlern wie Modeselektor katapultieren sie sich in kurzer Zeit in die obere Designer-Liga.

Bevor die Gründer ihre Lichter tatsächlich anmachen konnten, waren 1.000 Dinge zu erledigen: von Akquise bis Website. Dabei spielt – klar bei diesem Agenturprofil – die IT eine Hauptrolle. Und natürlich sind die Designer eingeschworene Mac-User. Um so schräger, was ein Anbieter ELEVENSEVEN vorgeschlagen hat. „Die wollten uns einen riesen-PC-Server für ein Mac-Netzwerk mit zehn Anwendern andrehen“, empört sich Vian Berzenjie. Und alles für „nur“ 20.000 Euro.

Ein Hilferuf und CODE COUTURE nahm die Fäden in die Hand. Da ELEVENSEVEN, wie viele Gründer, wenig Geld für Investitionen hat, war eine Interims-Lösung mit für den Start völlig ausreichender existenter Hardware die nächstliegende Wahl. „Wobei das Ergebnis softwareseitig nicht nur eine Übergangsvariante ist. Sobald unser Kunde über die Gründungsphase hinaus ist, tauschen wir lediglich die Hardware gegen neue aus“ sagt CODE COUTURE-Supporter Andreas Kühnel. Sein Arbeitgeber, spezialisiert auf IT-Lösungen in der Verlags- und Agenturbranche, hat die notwendige Hard-und Software beschafft sowie moderne Telekommunikationsanbindungen realisiert. Pro Arbeitsplatz sind nun vier Netzwerk-Ports eingeplant – vielleicht wächst die Agentur ja schneller als vermutet. „Wir haben unser Netzwerk mit allem was nötig ist für weniger als die Hälfte vom ersten Angebot bekommen und sind sehr zufrieden“, so Gründer Feldhusen. Wie das geht? Beispiel Server: Anstelle teurer lokaler Spiegelsysteme oder Bandlaufwerke, auf denen die Daten gesichert werden, gibt es ein mobiles Netz mit doppeltem Boden: externe Festplatten speichern ein tägliches und ein wöchentliches Backup. Sozusagen Datensicherheit zum mitnehmen. Ebenso fragt CODE COUTURE die Vitalzeichen des Servers permanent, weil automatisiert, aus der Entfernung ab. Kühnel: „Kündigen sich Probleme an, sind wir so in der Lage zu reagieren, bevor es für die Agentur zu einem Problem wird.“

Für beide, Agentur und IT-Unternehmen, ist eine langfristige Zusammenarbeit und die Gewähr alles aus einer Hand zu bekommen und anzubieten entscheidend für einen funktionalen und störungsfreien Betrieb. Denn für ELEVENSEVEN ist vor allem wichtig, „dass alles spielt“. Aber dennoch waren ein paar Extras drin. Wie die strukturierte Verkabelung in Firmenfarben: die Kabel an der weißen Decke sind als Kontrast zu den minimalistisch gehaltenen Arbeitsplätzen gelb und verleihen der sonst in weiß gehaltenen Agentur industriellen Charme.

„Wir wollen, dass Startup-Unternehmen das bleibt, was sie eh bereits zu wenig haben: Geld, Zeit und Nerven“, sagt André Jay Meissner, Geschäftsführer von CODE COUTURE. Und sorgt nun mit seinen Mitarbeitern dafür, dass das Licht für die Werber auch anbleibt – per Fernüberwachung und Support. Außerdem freut sich Agenturmaskottchen "Eddie" viel mehr über die Jungs von CODE COUTURE als über den Postboten. Der sieht nämlich nicht so aus, wie seine Agentur-Freunde: weder Tarnklamotten, Tattoos noch Turnschuhe zum anknabbern. Langweilig.